Persönlichkeitsstörungen werden in unterschiedliche Formen eingeteilt. Bezeichnend für alle Varianten ist, dass sie sich in langanhaltenden und starren Mustern des Fühlens, Denkens, Handelns sowie der Wahrnehmung äußern und zu einem Leidensdruck und/oder Beeinträchtigung der Alltagsbewältigung der Betroffenen führen. Besonders im sozialen Miteinander kommt es für Betroffene oder ihre Mitmenschen häufig zu Schwierigkeiten und einer erhöhten Belastung. Persönlichkeitsstörungen treten in der Regel im späten Jugend- oder frühen Erwachsenenalter auf.
Zu den Persönlichkeitsstörungen zählen u. a. die Paranoide Persönlichkeitsstörung, die Narzisstische Persönlichkeitsstörung und die Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Auswirkungen aufs Studium
Die vielfältigen Formen von Persönlichkeitsstörungen können den Studienalltag auf unterschiedlichste Weise beeinträchtigen. Das kann sich in Leistungsschwankungen, innerer Anspannung, Impulsivität oder starken Stimmungsschwankungen zeigen. Genauso durch Unsicherheiten in sozialen Situationen oder Schwierigkeiten, sich emotional zu regulieren und eigene Bedürfnisse und Grenzen zu kommunizieren.
Betroffene Studierende haben oft mit einer verzerrten Wahrnehmung zu kämpfen – das innere Erleben und die äußere Realität lassen sich nur schwer auseinanderhalten, Kritik oder Bewertungen (z. B. Noten) werden schnell als persönliche Abwertung erlebt. Die Angst vor Ablehnung oder Misserfolg kann Begegnungen mit Lehrenden oder Mitstudierenden und Prüfungssituationen besonders destabilisierend wirken lassen und zu Stress oder Vermeidungsverhalten führen.
Quellen
Psychiatrienetz: Persönlichkeitsstörungen (Link nicht mehr verfügbar)
