Zwangsstörungen

Eine Zwangsstörung ist durch sich wiederholende belastende Gedanken und/oder Handlungen gekennzeichnet. Diese Handlungen werden von den Betroffenen selbst als sinnlos oder übertrieben empfunden, können jedoch nicht gestoppt werden, was den Alltag und die Lebensqualität stark einschränken kann. Typische Zwangsgedanken sind die Sorge, etwas vergessen zu haben, sich mit einer Krankheit zu infizieren oder öffentlich negativ aufzufallen. Häufig äußern sie sich in Verhaltensweisen, wie wiederholtes Händewaschen, mehrfache Kontrolle der ausgeschalteten Herdplatte oder der Wohnungstür, akribisches Ordnen und Sortieren etc. Damit sollen die Zwangsgedanken zur Ruhe gebracht werden, ansonsten kann es zu starken Angstgefühlen und inner Unruhe bei den Betroffenen kommen.

Auswirkungen aufs Studium

Betroffene Studierende können große Schwierigkeiten mit Situationen haben, die sie an der Ausführung der Zwangshandlungen hindern (z.B. Prüfungssituationen) oder sie für Andere sichtbar machen (z. B. häufiges Verlassen der Vorlesung, um sich die Hände zu waschen). Möglicherweise wird auch die Anwesenheit in der Hochschule oder die fristgerechte Bearbeitung von Aufgaben durch Zwangsgedanken oder die zeitaufwändige Ausführung von Zwangshandlungen behindert. Das kann sich entsprechend auch auf Gruppenarbeiten auswirken und wiederum zu zwischenmenschlichen Konflikten führen.

Quellen

gesund.bund.de: Zwangsstörungen



Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 22.01.2026