Unter Psychosen wird eine Gruppe psychischer Erkrankungen zusammengefasst, die mit Veränderungen der Gedanken, der Wahrnehmung, der Gefühle und des Verhaltens einhergehen. Die Krankheitsbilder können sehr vielfältig sein und sind geprägt vom individuellen Lebenskontext der erkrankten Person. Typischerweise sind Erkrankte von wahnhaftem Erleben, Halluzinationen und ausgeprägten Denkstörungen betroffen. Die verschiedenen Krankheitsbilder werden anhand von Ursachen, Symptomen und deren Dauer unterschieden. Die sogenannten primären Psychosen, zu denen bspw. die Schizophrenie zählt, haben keine erkennbare Ursache. Hingegen wird das Gehirn bei den sog. sekundären Psychosen durch nachvollziehbare Ursachen direkt oder indirekt beeinträchtigt. Zu den Ursachen zählen Gehirntumore, Infektionen oder andere organische Erkrankungen, Substanzmittelkonsum (Cannabis, Alkohol) oder Medikamente. Im Laufe des Lebens erkranken 1-2 von 100 Menschen einmal in ihrem Leben an einer Psychose. Dabei sind alle Geschlechter gleichermaßen betroffen.
Viele Krankheitsbilder aus dem Kreis der Psychosen sind vorrübergehend, während andere chronisch in Episoden verlaufen. Das Erkennen von Frühwarnzeichen kann dabei helfen, frühzeitig Behandlung in Anspruch zu nehmen und den Verlauf einer Psychose positiv zu beeinflussen, sofern eine Krankheitseinsicht herrscht.
Auswirkungen aufs Studium
Je nach Schwere und Verlauf einer Psychose können betroffene Studierende z. B. aufgrund von Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen oder einer erhöhten Reizbarkeit stark in ihrer Studierfähigkeit beeinträchtigt sein. Die Weiterführung des Studiums kann während einer akuten und sehr ausgeprägten Psychose zeitweise auch vollkommen verhindert sein, z.B wenn eine stationäre Behandlung erforderlich ist. Hilfreich für das Studium ist v. a. die Reduktion von Stress, insbesondere in Prüfungsphasen.
Quellen
Psychiatrienetz: Psychosen (Link nicht mehr verfügbar)
