Menschen mit einer bipolaren Störung erleben starke Stimmungsschwankungen und pendeln zwischen manischen (antriebsgesteigerten) und depressiven (antriebslosen) Episoden. Manchmal kommt es auch zu Mischzuständen. Betroffene berichten von einem extremen Auf und Ab der Gefühle – mal kann alles aussichtslos scheinen, dann ist alles wieder möglich. Depressive Phasen treten dabei meist häufiger als manische Phasen auf..
Symptome einer manischen Phase: durchgehend gehobene oder gereizte Stimmung, hoher Antrieb und Rastlosigkeit, vermindertes Schlafbedürfnis, impulsives und risikoreiches Verhalten, Konzentrationsschwierigkeiten.
Symptome einer depressiven Phase: gedrückte, niedergeschlagene Stimmung, negative Gedanken und Selbstzweifel, Antriebslosigkeit, Verlust von Interesse und Appetit, Schlafstörungen.
Auswirkungen aufs Studium
Studierende mit bipolarer Störung wechseln zwischen oft unvorhersehbaren Episoden. Dadurch können emotionale Stabilität, Leistungsfähigkeit und Verlässlichkeit stark schwanken. Ihnen kann es schwerfallen, konstante soziale Kontakte aufrechtzuerhalten, Schamgefühle können die Kommunikation mit Mitstudierenden oder Lehrenden beeinflussen.
In depressiven Phasen fällt es oft schwer, sich zu konzentrieren, Motivation aufzubringen oder den Alltag zu bewältigen. Fehlzeiten, Studienverzögerungen und sozialer Rückzug sind häufige Folgen. In manischen Phasen mit gesteigertem Antrieb können Krankheitseinsicht und realistische Selbsteinschätzung der Prüfungsfähigkeit schwerfallen. Das kann zu impulsiven Entscheidungen, übermäßigem Arbeitseinsatz, Schlafmangel und Selbstüberschätzung führen.
Quelle
https://gesund.bund.de/bipolare-stoerung
https://www.psychologytoday.com/us/blog/bipolar-you/201611/going-college-bipolar-disorder-part-i
https://www.uni-marburg.de/de/trr-393/aktuelles/aktuelles/bps25
